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Karriere-Bestwert 63: David Lipsky mit Eagle-Glück und Chip-in in Utah

David Lipsky spielte bei der Bank of Utah Championship eine 63, seine beste Runde auf der Tour. Ein Ball, der von allein Richtung Loch rollte, half ihm dabei ebenso wie ein Chip-in an der 17.

David Lipsky beschrieb auf der Pressekonferenz am 1. Oktober einen Tag, an dem fast alles zusammenpasste. „Ich habe heute alles gut gemacht", sagte Lipsky. „Der Putter war großartig. Wenn ich die Wedges in der Hand hatte, habe ich sie nah an die Fahne gespielt und die Putts gelocht. So kommt man auf eine 63." Mit dem Driver sei er insgesamt ordentlich gewesen, wobei ein paar Abschläge zwar wackelig geraten seien, aber ohne Folgen geblieben wären.

Auch beim Scrambling lief alles für ihn: Alle sieben Versuche brachte er durch. Viele davon seien Putts vom Vorgrün gewesen, „aber ich nehme es mit. Das hilft der Statistik."

Ein Ball, der von selbst Richtung Loch rollt

Den Höhepunkt der Runde bildete der Eagle an der 14. An diesem Loch schwanke er immer zwischen Holz 3 und Driver, erklärte Lipsky. Der Wind sei leicht von rechts gekommen, und am Vormittag fliege der Ball nicht ganz so weit wie am Nachmittag. Deshalb habe er sich für einen hohen Cut mit dem Driver entschieden, der gegen den Wind hält, und der Schlag sei ihm „perfekt gelungen".

Danach folgte ein kurioser Moment. „Als ich zum Grün kam, lag mein Ball am Hang im Vorgrün fest. Ich habe mich für 30 Sekunden weggedreht, und als ich mich wieder umgedreht habe, war mein Ball den Hang hinunter auf etwa fünf Meter herangerollt", erzählte Lipsky. Sein trockener Kommentar dazu: „Das nehme ich mit."

Chip-in an der 17, Zittern an der 18

An der 17 stand Lipsky genau zwischen zwei Schlägern, dem Gap Wedge und dem Pitching Wedge. Der geplante flache Punch-Schlag geriet ihm etwas zu lang nach links. Mit viel Grün vor sich wollte er den Ball nur nah heranchippen, um sich einen leichten Par-Putt zu verschaffen. Dann fiel der Ball. „Ungefähr auf halbem Weg dachte ich, der ist drin. Ich habe gesehen, wie er genau auf der Linie rollt", sagte Lipsky. Sein Caddie habe ihn anschließend gefragt, woher er das gewusst habe.

Die 18 beschrieb Lipsky als heiklen Abschluss. Der Abschlag sei gegen den Wind gegangen, auf den wohl schmalsten Teil des Fairways auf dem ganzen Platz, mit Lavagestein auf beiden Seiten. „Das war ziemlich einschüchternd", gab er zu. Er traf den Ball etwas mit der Ferse, der Drive driftete nach rechts ab und landete auf dem Weg. Zum Glück sei der Ball über das Problemgelände gesprungen und auf einer flachen Stelle liegen geblieben. So konnte er ihn rund 150 Yards nach vorne bringen und sich eine gute Annäherung aufbauen.

Gerade spielen als Schlüssel

Lipsky war bereits zum dritten Mal in Utah am Start. Im Vorjahr war er mit einer 65 gut ins Turnier gekommen. Was der Platz verlangt, fasste er knapp zusammen: „Man muss gerade spielen." Der Kurs sei nicht kurz, und wer die Grüns angreifen wolle, müsse die Fairways treffen. Die Grüns seien ziemlich wellig, würden im Laufe der Woche härter, und es gebe einige knifflige Fahnenpositionen. Deshalb sei es sehr wichtig, den Spin kontrollieren zu können.

Lipsky lag zu diesem Zeitpunkt knapp innerhalb der Top 90 und strebt die Top 60 an. Er wolle nicht zurückfallen und das Gefühl bekommen, um seine Tourkarte kämpfen zu müssen, „auch wenn ich das irgendwie tue". Sein Polster sei aber groß genug, um etwas freier aufspielen zu können. Das Ziel sei, gut zu spielen, in den Top 60 abzuschließen und sich so für das kommende Jahr einen Platz in den Signature Events zu sichern.

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