Lange Zeit galt Gaming als eine Art Hobby für Jungs, obwohl es offensichtlich schon immer Mädchen gab, die Spiele spielten. Als die Spielebranche dies erkannte, wurden immer mehr Titel veröffentlicht, die sich an ein weibliches Publikum richteten, und große Titel sind heute deutlich geschlechtsneutraler, wobei Dinge wie die Möglichkeit, das Geschlecht des Hauptcharakters zu wählen, selbstklar ist.
Das Analyse- und Forschungsunternehmen Ampere Analysis (über VGC) ist jedoch weiterhin der Meinung, dass noch viel zu tun ist. Obwohl heute 48 % der Spieler Frauen sind, bedeutet das, dass es ein großes ungenutztes Potenzial gibt. Analystin Katie Holt sagt:
"Aber in so großem Maßstab bedeutet dieser Unterschied von 4 % tatsächlich 93 Millionen weniger weibliche Gamer [als männlich]."
Es gibt also enormes Geld zu verdienen, indem man die Zahl weiblicher Gamer erhöht. Das Forschungsunternehmen hat außerdem versucht herauszufinden, was Frauen davon abhält, zu spielen. Mehr Frauen als Männer antworteten mit "Ich mag die Kultur oder Community nicht" oder "Es ist schwer, Spiele zu finden, die meinen Bedürfnissen entsprechen", wobei Ersteres vielleicht nicht ganz überraschend ist und auf ein gut dokumentiertes Problem hinweist, während Letzteres zeigt, dass es mehr weibliche Gamer geben könnte, wenn nur Spiele veröffentlicht würden, die sie ansprechen.
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